Alte Handwerkskunst...

In der modernen Blattgoldherstellung hat sich seit dem Mittelalter zwar viel verändert, das Grundprinzip jedoch ist gleich geblieben. Die physikalischen Gesetze lassen sich nicht überlisten, und die besondere Dehnbarkeit des Goldes ist nur unter Einhaltung bestimmter Regeln zu erreichen. Die alten Rezepturen für die verschiedenen Legierungen sind gut gehütete Geheimnisse. Die Legierungsbestandteile sind hauptsächlich Silber, Kupfer, Palladium und Platin.

ůvereint sich mit innovativen Produktionsmethoden

Auf einer elektronischen Waage wird bis auf vier Stellen genau ausgewogen. Nur so ist gewährleistet, daß immer das gleiche Produkt hergestellt wird und der Vergolder zu jeder Zeit den gleichen Farbton erhält. Bei über 1200° C werden die Zutaten verflüssigt und danach zu einer 4 cm breiten Stange gegossen. In mehreren Vorgängen wird zwischen Präzisionswalzwerken eine Goldfolie von 0,007 mm hergestellt. Dieses Folienband wird maschinell in gleichmäßige Quadrate geschnitten und zwischen Trenn-blätter gelegt.

Nach dem ersten Schlagvorgang ist die Folie schon dünner als 1µ. Sie wird nun wieder in Quadrate geteilt und in eine Goldschlägerform mit 2000 Blättern aus hochwertigem Kunststoff gelegt, die vollautomatisch mit einem Gleitmittel versehen werden.
In der Goldschlägerform dehnt sich das Goldblatt von 16 cm2 auf 196 cm2.
Die Schlagautomaten arbeiten je nach Ausdehnungs-zustand mit anderen Schlagmustern.

Alle Maschinen für die Herstellung werden übrigens von Noris Blattgold im eigenen Sondermaschinenbau entwickelt und hergestellt. Wenn die notwendige Dünne von 1/7000 mm erreicht ist, ist wieder Handarbeit gefragt.

Bei jedem Arbeitsschritt wird nichts dem Zufall überlassen und durch die Qualitätskontrolle ständig überwacht.